,,Brassó ist Scheiße, Kronstadt ist eine Welt“
von IKGS München
Ein Herausgeberinnengespräch über Mehrsprachigkeit, Transkulturalität und Rauminszenierungen am Beispiel einer Stadt in Siebenbürgen
Die Literaturwissenschaftlerinnen Dr. Enikő Dácz (IKGS München) und Dr. Réka Jakabházi (Klausenburg/Cluj-Napoca, Rumänien) sprechen mit Florian Kührer-Wielach über ihren Themenband zu „Literarische Rauminszenierungen in Zentraleuropa. Kronstadt/Brașov/Brassó in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts“. In der von Ungarn, Rumänen und Deutschen geprägten Stadt im Karpatenbogen existierte in den bewegten Jahrzehnten nach dem Ersten Weltkrieg ein vielstimmiger und vielschichtiger Literaturbetrieb – der, wie das Zitat im Titel dieser Folge belegt, auch Ambivalenzen erzeugt. Theoretisch und methodisch fundiert zeigen die beiden Herausgeberinnen und ihr Autorenteam neue literaturgeschichtliche Wege auf und legen den Fokus auf eine vermeintliche Randzone, verlieren dabei aber nie die „Mitte“ aus den Augen.