Spiegelungen

 

 

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Poeții ‒ ,,anticorpii societății“. Moni Stănilă în dialog 

von IKGS München

Autoarea Moni Stănilă trăiește în Republica Moldova și este una dintre vocile literaturii române contemporane care pot fi citite în mai multe limbi. Enikő Dácz vorbește cu ea cu ocazia publicării volumului de poezie „Ofsaid“ în germană sub titlul „Mettalische Igel”. Pornind de la experiențele de la Târgul de Carte Leipzig și întâlnirea cu publicul german ei discută despre volumul tradus, puterea și rolul poeziei în societate și despre scena literară din Chișinău. Moni Stănilă reflectă legătura dintre fotbal, război, ortodoxie și modul în care poezia poate îmbina aparente contradicții cu ajutorul umorului.

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Dichter:innen: Die Antikörper der Gesellschaft. Die Autorin Moni Stănilă und ihr Übersetzer Alexandru Bulucz im Gespräch

von IKGS München

Enikő Dácz spricht mit der in der Republik Moldau lebenden Autorin Moni Stănilă anlässlich der Veröffentlichung ihres Lyrikbandes "Mettalische Igel" zunächst über ihre Erfahrungen auf der Leipziger Buchmesse, dem deutschen Publikum sowie der Literaturszene in Chișinău. Der Übersetzer des Bandes, Alexandru Bulucz, spricht über die Gemeinsamkeiten seiner lyrischen Welt mit der von Moni Stănilă, die Erfahrungen, die er beim Übesetzen gemacht hat, sowie über die „mittlere Ästhetik” der Autorin, die die Übertragung erleichtert hatte.

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Leben und Schaffen im Zeichen von Brüchen. Ein Gespräch über Robert Reiter 

von IKGS München

Dr. Enikő Dácz spricht mit der Dozentin Dr. Réka Jakabházi vom Lehrstuhl für Germanistik der Babeș-Bolyai-Universität in Klausenburg über die vielfältige Persönlichkeit und Tätigkeit von Robert Reiter (1899‒1989), auch unter dem Pseudonym Franz Liebhard bekannt. Sein Nachlass wird am IKGS im Rahmen eines vom Kulturwerk der Banater Schwaben geförderten Projektes archivalisch bearbeitet und zu Forschungszwecken sowie der interessierten breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. © Foto: IKGS, Fotoarchiv

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Miszellen aus Temeswar. Eindrücke aus der Europäischen Kulturhauptstadt 2023

von IKGS München

Im Jahr 2023 war Temeswar/Timișoara/Temesvár/Timišvar, die Metropole des Banats, Europäische Kulturhauptstadt. Dieser Streifzug von Tobias Weger führt zu ausgewählten Orten in der Inneren Stadt – zu einem 1751 konzessionierten Hotel, in die Werkstatt eines serbischen Schneiders, zur serbisch-orthodoxen Kathedrale und dem römisch-katholischen Dom am zentralen Platz der Stadt. Auf diesem Spaziergang kommt auch die Frage auf, welche Kapitel der Stadtgeschichte heute nicht erinnert werden, etwa das Wirken des spätmittelalterlichen Predigers Pelbart de Temeswar, die osmanische Phase oder die Anwesenheit von Beethovens erster Geliebter, die später einen Temeswarer Festungskommandanten heiratete. © Foto: Tobias Weger

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Ukrainische Weltliteratur in deutscher Sprache | Lesja Ukrajinka: Mein Weg | Besprechung

von IKGS München

„Eine filmische Augenweide mit ökologischer Botschaft!“ (spielfilm.de) – so bezeichnete die Filmkritik den Animationsfilm "Mavka – Hüterin des Waldes" (2023). In kürzester Zeit wurde der unter der Regie von Oleh Malamuzh und Oleksandra Ruban gedrehte Film zum weltweiten Sensationserfolg. "Mavka. Lisova pisnya" – so der Originaltitel dieser ukrainischen Produktion – ist eine Verfilmung der Feerie "Das Waldlied" von Lesja Ukrajinka.

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Hast du den Titel gesehen? | Saša Stanišić: Möchte die Witwe angesprochen werden, platziert sie auf dem Grab die Gießkanne mit dem Ausguss nach vorne | Besprechung

von IKGS München

Wenn das erste, was man über ein neues Buch hört, die Frage ist „Hast du den Titel gesehen?“, kann man vermuten, dass der Autor die LeserInnen neugierig machen wollte. Bevor ich mit dem Schreiben dieser Rezension begann, habe ich mich gefragt, ob ich jedes Mal den vollständigen Titel oder einfach "Möchte die Witwe..." oder "Die Gießkanne" oder "Das mit Witwe" (wie Stanišić selbst vorgeschlagen hat) verwenden sollte. Jede Kombination birgt ein wenig Humor in sich, also entscheide ich mich spielerisch vorzugehen und für die Abkürzung des Titels, die mir zuerst einfällt.

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Männerphantasien in herrschaftlichem Gewand | Mircea Cărtărescu: Theodoros | Besprechung

von IKGS München

Mit seinem neuesten Roman legt der rumänische Schriftsteller Mircea Cǎrtǎrescu (*1956) ein kolossales Erzählwerk vor, das – wie schon seine letzten Veröffentlichungen – vom Berliner Schriftsteller Ernest Wichner (*1952) übersetzt und im Wiener Zsolnay Verlag publiziert wurde.

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,,Ich lasse meine Heimatlosigkeit nicht im Stich“ | László Végel: Unsere unbegrabene Vergangenheit | Besprechung

von IKGS München

Heldentum und Stolz sind kein Maßstab für Angehörige von ethnischen Minderheiten – egal, aus welchem Landstrich sie stammen. In den meisten Fällen ist ihnen ihr nacktes Überleben mehr wert als sämtliche bestirnte Himmel über und moralische Gesetze in ihnen. Als nach dem Ersten Weltkrieg die Donaumonarchie zerfällt, wachen die ethnischen Minderheiten aus der Vojvodina in einem anderen staatlichen Gebilde auf und müssen sich neuen Machtkonstellationen anpassen. Pragmatismus gilt es an den Tag zu legen, nicht Heroismus. Dem Autor László Végel ist diese Region am Rande Europas und der dort lebende einfache Mensch ans Herz gewachsen.

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Literarische Abwege. Wilhelm Droste über literarische Cafés und politische Illusionen in Ungarn

von IKGS München

Den Übersetzer, Herausgeber, Publizisten, Caféhausbetreiber, Kulturveranstalter und ehemaligen Dozenten des Lehrstuhls für Germanistik der Eötvös-Loránd-Universität Dr. Wilhelm Droste besuchte Enikő Dácz im März 2025 in seinem zentral gelegenen Budapester Café. Das nach dem Lieblingskaffeehaus von Endre Ady benannte Három Holló/Drei Raben ist in den Räumlichkeiten des Piaristenordens untergebracht und ein der Literatur und Kunst gewidmeter Ort. Das Kulturprogramm, das ein junges Team gestaltet, zu dem mehrere Lyriker:innen gehören, spiegelt die Vielfalt der Budapester Kulturszene von Literatur über Theater, Ballett bis hin zum Film wider.

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,,Sächsische Mädchen im Fortschritt“ und auch sonst manch Lesenswertes | Stefan Sienerth (Hg.): ,,Es ist fast keiner mehr“ | Besprechung

von IKGS München

In den Häusern siebenbürgisch-sächsischer Lehrer und Pfarrer (oftmals, zeitversetzt, in Personalunion) in Städtchen und Ländchen hieß es weiland: „Seid still, Kinder, der Vater schreibt Gedichte. – Segt reahich, ir Kengd, der Vuoter schreiwt Gedichter“. Aus noch heute nachwirkender Wirklichkeit gegriffen und erzählt hat das Stefan Sienerth, ein treuer Sohn all dieser Väter. (Dabei mag ihn wie uns anheimeln, dass in der Mundart die „Gedichte“ in einem bedeutungsschweren „r“ enden.)

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Eine Art Entwicklungsroman | Terézia Mora: Muna oder Die Hälfte des Lebens | Besprechung

von IKGS München

Der neue Roman Terézia Moras führt uns in die Höllentiefen einer destruktiv abhängigen Liebe zwischen Muna Appelius, einer Schülerin vor dem Abitur, und einem Fotografen und Französischlehrer namens Magnus Otto. Die Geschichte könnte auch als Entwicklungsroman gelten, obwohl es hier nicht um eine geradlinige Entwicklung geht, sondern um durch zahlreiche Höhen und Tiefen gezeichnete, erlittene Lebenserfahrungen, die Muna zwischen ihrem 18. und 40. Geburtstag sammelt.

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Wo gehobelt wird, blühen Späne | Franz Hodjak: Das Glas gibt dem Wein die gewünschte Form | Besprechung

von IKGS München

Immer schon ist der Dichter und Verlagslektor Franz Hodjak sein bester Leser gewesen. Dass er dabei stets auch ein strenger Lektor ist, diesmal zu eigenem Nutz und Frommen, versteht sich. „Aphorismen sind Späne, die beim Hobeln der Sätze von der Sprache fallen.“ (S. 9) So elegant geschwungene, scharfwürzig blühende Späne bringt nur einer zustande, der den Hobel sowohl in scharfem Winkel anzusetzen als auch meisterlich zu führen weiß. So häuft sich neben Gedicht- und Prosabänden Buch um Buch. Dieses nun ist laut Nachwort von Alexander Eilers Hodjaks viertes mit diesmal 850 vermeintlichen „Nebenprodukten“, die er unbeirrt zur Hauptsache macht. Für die Hauptsache aber ist ihm kein Büchlein zu schmal.